Presseartikel

(Artikel erschienen im Buxtehuder Wochenblatt am 24.11.2015)

Startet neu durch: Der Kulturverein Apensen lädt zum Infoabend ein

 


Seit Juni als neuer Vorstand des Apenser Kulturvereins aktiv: Jens Neumann (li.), Roland Denien und Ina Sommer

von Nicola Dultz-Klüver   

Gleich zwei Termine sollten sich Kulturinteressierte in der Samtgemeinde Apensen notieren. Denn der Kulturverein Apensen startet mit neuem Konzept, neuem Vorstand und neuem Engagement durch. Am Samstag, 28. November, gibt es einen Feuerzangenbowle-Abend inklusive Kinofilm und entsprechendem Getränk.

Am Montag, 30. November, 19 Uhr, sind alle Interessierten zu einem Treffen im Jugend- und Kulturzentrum (Jukuz) Apensen, Schulstraße 15, eingeladen, um sich über die Jahresplanung und das neue Konzept auszutauschen. Seit Juni leiten die Erste Vorsitzende Ina Sommer, der Zweite Vorsitzende Roland Denin und der Kassenwart Jens Neumann den Verein. "Nach mehreren Wechseln im Vorstand standen wir vor der Entscheidung, den Verein zwei Jahre nach seiner Gründung aufzulösen oder neu durchzustarten", sagt Ina Sommer. Weil die Apenserin auf ein Kulturprogramm vor Ort nicht verzichten möchte, hat sie beschlossen, sich für den Fortbestand des Vereins stark zu machen. Unter anderem will der neue Vorstand mit seinem Programm vom Kind bis zum Senior alle Altersgruppen ansprechen.

"Apensen ist zwar eine aufstrebende Gemeinde mit einem gebildeten Bürgertum", sagt Roland Denin. "Doch das Kulturangebot ist mit der Entwicklung nicht mit gewachsen." Das soll sich fortan ändern. Der Kulturverein will nicht nur eigene Veranstaltungen auf die Beine stellen, auch der Netzwerkgedanke spielt eine wesentliche Rolle. "Wir können auch die Angebote anderer Vereine koordinieren und somit verhindern, dass z.B. zwei Veranstaltungen unterschiedlicher Organisatoren gleichzeitig angeboten werden", so Jens Neumann, der als Jugendpfleger der Samtgemeinde und als Leiter des Jukuz sehr gute Erfahrungen mit Netzwerken hat. Roland Denin möchte Kontakte zu Unternehmen und Institutionen knüpfen, die Räume für Musikveranstaltungen zur Verfügung stellen können. "Seit dem der Delmer Hof nicht mehr existiert, haben wir keine Bühne mehr", so Denin. Und last but not least freut sich der Vorstand über weitere aktive Mitglieder und finanzielle Unterstützung. "Unter anderem brauchen wir jemanden, der unsere Homepage pflegt", sagt Ina Sommer

(Artikel erschienen im Buxtehuder Tageblatt am 19.11.2015)

Apensens Kulturverein wagt einen neuen Anlauf

Mit vereinten Kräften und neuem Vorstand will die Gruppe ein Programm auf die Beine stellen – Mitstreiter mit Ideen willkommen

VON FRANZISKA FELSCH
APENSEN. Sie wollen wieder für mehr Kultur in Apensen sorgen: Ina Sommer, Roland Denien und Jens Neumann. Die „Drei vom Kulturverein Apensen“ bedauern, dass kulturelle Veranstaltungen in der jüngsten Vergangenheit erheblich zu kurz gekommen seien. Das wollen sie nun ändern. Nur ohne Hilfe gehe das nicht, deshalb suchen die Vorstandsmitglieder weitere Mitstreiter, die den „neuerweckten“ Kulturverein mit Ideen, Taten und/oder Spenden unterstützen.

2012 war das Jahr, in dem es mit der Kultur in Apensen richtig aufwärtsgehen sollte, doch es ging eher bergab. Ein Vorstand, der oft wechselte und endlose Debatten waren alles andere als förderlich. Die ursprünglich gut gemeinte Idee engagierter Bürger und Bürgerinnen aus Apensen, für jung bis alt, ein abwechslungsreiches Programm vor der eigenen Haustür anzubieten, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Anfang dieses Jahres überlegten die Vereinsmitglieder, wie es weitergehen soll. Aufgeben wollten sie nicht, es wurde entschieden, es erneut zu versuchen. Aber da ein Verein auch viel Bürokratie mit sich bringt, hatte der im Juni neu formierte Vorstand damit zu tun, Liegengebliebenes, aufzuarbeiten. „Es gibt ja immer viel zu beachten im Vereinsrecht, zum Beispiel mussten Steuerangelegenheiten nachgearbeitet werden. Doch es hat sich gelohnt: Wir sind jetzt ein sauberer geführter Verein, hoch motiviert, weiterzumachen“, erklärt Jens Neumann vom neuen Vorstand. „Jeder darf sich trauen, wir freuen uns über alle möglichen Anregungen, die wir dann hoffentlich auch umsetzen können“, sagt Ina Sommer.

Denn es fehle an allen Ecken und Enden. „Bedauerlich, dass der Delmer Hof nicht mehr zur Verfügung steht, das war ein prima Veranstaltungsort. Aber vielleicht ergeben sich andere Locations, die wir nutzen könnten“, sagt Roland Denien zuversichtlich. Der 68-Jährige könnte sich zum Beispiel vorstellen, im Café des neuen Seniorenheims Veranstaltungen anzubieten oder auch das Unternehmen Elbe-Obst ansprechen, ob die eine Halle für größere Events zur Verfügung stellen würden. Auch die Homepage des Vereins müsse jetzt auf Vordermann gebracht und in Zukunft weiter gepflegt werden, wofür noch ein Ehrenamtlicher dringend gesucht werde.

An Ideen mangelt es nicht: Märchenerzähler, so habe die Vergangenheit gezeigt, kämen gut an bei den jüngeren Kindern. Der geplante, aber leider ausgefallene Poetry Slam soll auf alle Fälle 2016 nachgeholt werden. Für Kinder und Jugendliche wollen sie mehr anbieten, überhaupt für Familien, die seien bisher zu kurz gekommen, glaubt die Erste Vorsitzende Ina Sommer. Aber auch Senioren möchte der Kulturverein gewinnen und die Flüchtlinge, kurz gesagt jeden, mit Musikveranstaltungen, Lesungen, Filmabenden, Vorträgen, Schokoladenverkostungen oder Ähnlichem locken. „Wir sind offen für alle möglichen Anregungen, denn unser Ort wächst stetig, da wäre ein umfassendes kulturelles Angebot bestimmt willkommen, und vielleicht trägt das auch mit zur Integration der bei uns lebenden Flüchtlinge bei“, sagt Denien. Der Mitgliedsbeitrag beträgt ab 12 Euro im Jahr, für Familien fallen 20 Euro an. Zur Zeit gehören 15 Mitglieder dem Kulturverein an.

„Wichtig sind uns die Kooperation und der Austausch mit anderen Vereinen, Gruppen, Organisationen, Firmen – da lässt sich sicherlich einiges organisieren“, glaubt Jens Neumann. Durch die Zusammenarbeit wäre außerdem gesichert, dass sich Termine nicht überschneiden. Um sich der Bevölkerung vorzustellen, sich zu vernetzen, Ideen zu sammeln und neue aktive oder passive Mitglieder zu gewinnen, lädt der Kulturverein für Montag, 30. November, ab 19 Uhr ins Jugend- und Kulturzentrum an der Schulstraße in Apensen ein. Dann soll die Jahresplanung für 2016 vorgestellt werden und es ist für jedermann die Gelegenheit, sich über den Verein, seine Arbeit und Ziele zu informieren.